Die ersten Tage - oder CHAOS in Utrecht

Veröffentlicht auf von Max

Erstmal Grüß euch, und willkommen!!

Petra, Patricia und ich sind jetzt schon seit Freitag in Utrecht und haben uns bis jetzt eher schlecht als recht eingelebt, was aber ausschließlich auf den Zustand unserer Unterkunft zurückzuführen ist. Die Uni, die Leute, die Stadt und das ganze Drumherum lässt sich dagegen einfach nur als genial beschreiben.


Ein kurzes Tagebuch der bisherigen Katastrophen:



Donnerstag Nacht / Freitag Morgen:

Nach einer (ungeplanten) etwas zu langen, spontanen, kleinen Abschiedsfeier in unserem Stammlokal in Randegg, hat mich Jetti (DAAAAAAAAAAAANKE!!!!!!) nach Hause begleitet und mir bei den finalen Packarbeiten geholfen, was durchaus nötig war. Anschließend hat mich dann die Mama - dickes Busserl an dieser Stelle - leicht entnervt und natürlich etwas zu spät nach Schwechat zum Flughafen gebracht, wo ich bereits von den Mädls erwartet wurde.

Beim einchecken wurden wir dann darauf aufmerksam gemacht, dass das bezahlen eines zweiten Gepäckstückes nicht heißt, dass man auch das doppelte Gewicht in die Koffer laden darf. Diese Tatsache hat dann dazu geführt, dass sich der Flug schlagartig von € 60,-- auf € 240,-- verteuerte. Das wiederum veranlasste mich in einem Zustand spontanter Erbostheit und unter dem Einfluss der Auswirkungen des spätnächtlichen Umtrunkes dazu, sowohl die Schalterbeamtin lautstark über das rapide sinken ihres Sympathiewertes aufzuklären, als auch dazu, einen Protestzug gegen Übergepäckgebühren zu starten, den ich nach gut 10 Minuten so erfolglos wie alleine wieder einstellte.

Freitag:

Der Rest des Fluges ist dann reibungslos verlaufen - nehme  ich an. Frisch und ausgeschlafen landeten wir mit unserer Maschine dann so gegen 08:30 in Amsterdam. Mit dem Zug ging es dann weiter nach Utrecht, wo wir voll beladen aber mit einigem Talent zur Orientierung und zu peinlichen, mehrmals gestellten Fragen über die Verwendung von Streifentickets und Gebührenzonen, die der Busschalterbeamte dann mit den Worten "Tell the driver where you want to go, he will stamp your card!" kurz und knapp irgendwann mal abwürgte, doch einigermaßen schnell unsere Falkutät und das Büro von  "short stay solutions" (Organisation für Kurzzeitquartiere in Utrecht) fanden. Nach einiger Warterei, Bürokratie und natürlich viel zu spät schafften wir es dann auch noch das gesamte Einführungsprogramm der Uni zu verpassen. Als wir dann, nach dem Zusammenkratzen einiger recht spärlicher Infos über die wichtigsten Abläufe und den weiteren Terminplan, die nette Dame vom International Office fragten wann wir denn am Montag zu erscheinen hätten, mit dem Satz "Kommt doch in der Früh mal vorbei und dann werden wir schon sehen.", nach Hause geschickt wurden.

Also ab ins Quartier, erst mal duschen und auspacken lautete dann der Plan. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Das "Quartier" in der Benelux(us)laan is ein ausgemustertes, 7-stöckiges Altenpflegeheim, das eigentlich vor einigen Jahren abgerissen werden hätte sollen, das sich dann aber "short stay solutions" aneignete und jetzt darin wehrlose Auslandsstudenten einpfercht. Warum das mit der Dusche dann doch nix geworden ist, erklären am besten die Fotos. So sind wir dann in die Stadt und haben erstmal etwas Touristenprogramm absolviert (Sightseeing, Bootsfahrt auf dem Kanal, viele Fotos, ...). Als wir dann endlich müde genug waren um nicht mehr daran zu denken, wo wir schlafen müssen legten wir uns dann endlich ins Bett.

Samstag:

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf dem Campus und bepackt mit zig Fotos von unserer Luxusherberge gingen wir dann gemeinsam mit Andrè (Deutschland) und Petra (Tschechien), die unser Schicksal teilten, zum schort - stay - Büro um unsere Beschwerden zu platzieren.
Danach begaben wir uns in den Norden von Utrecht wo ein Alternative - Festival stattfand. Zu meiner großen Freude war Pete Dorothy gerade noch nüchtern genug um eine tolle Show mit den Babyshambles zu absolvieren. Wir merkten schnell, dass die Künstler alle viel Spaß backstage hatten, denn wir sahen eigentlich immer die selben Leuten auf den versiedensten Bühnen. Beim Konzert von Kate Nash war auf einmal Soko auf der Bühne und performte mit, bei den Babyshambles stürmten dann kurzerhand Adam Green (den wir leider verpasst hatten) und wiederum Soko die Bühne und gaben "Hey Baby" zum besten. Beim letzten Konzert (Soko) war dann sowieso das halbe Festival auf der Bühne (Adam Green, Kate Nash, die halbe Belegschaft der Babyshambles, etc). Alles in allem ein großartiger Abend.

Sonntag:

Am Sonntag war wieder Touristenprogramm angesagt: Das IESN (International Erasmus Students Network) hat eine Führung durch Utrecht, mit Dombesteigung und allem was dazugehört organisiert. Beim nachhausegehen musste ich dann feststellen, dass ich meinen Schlüssel nicht mehr bei mir hatte, was uns zu einer (leider erfolglosen) Extrarunde durch die Stadt verholfen hat. Gott sei Dank, konnte ich mich erinnern mit dem Schlüssel meine IESN-Karte ausgepackt zu haben - also gingen am nächsten Tag ins Büro und holten ihn ab.

Montag:

Am Montag sollten dann unser Vorlesungen starten - dachten wir. Nach einem kulturellen Zeiverständnisproblem (in der Früh heißt in Holland so gegen 10 oder halb 11) haben wir erfahren, dass sich niemand so richtig auskennt, was wir den jetzt eigentlich zu tun hätten und so wurden wir mit dem Versprechen, so bald als möglich per e-mail informiert zu werden wiederum nach Hause geschickt. - Das wiederum verhalf uns zu einem weiteren Touristentag in Utrecht und gab uns die Gelegenheit endlich unsere Fahrräder zu kaufen, die in Utrecht unerlässlich sind.

Dienstag:

Wir hatten endlich Vorlesung, dafür dann auch mal gleich 5 Stunden am Stück - man muss ja schließlich Verlorenes aufholen. Abends konnten wir dann auch erstmal in unserer Unterkunft kochen und duschen, da nach unseren Beschwerden eine Putzkolonne angerückt war und das gröbste Chaos beseitigt hatte.

Mittwoch:

Der erste "ganz normale" Tag an der Hogeschool van Utrecht. Wir müssen nur noch einige Details über Anrechnungen und Kursorganisation klären, dann können wir voll durchstarten.



PS: Bezüglich Unterkunft sind wir noch immer auf der Suche nach etwas neuem, komischerweise gewöhnt man sich aber gaaaaaanz langsam an die Zustände die in der Beneluxlaan herschen. - wir werden sehen.

PPS: Es ist scho spät, Fotos folgen ein anderes mal!!


Fotos: erste-tage-in-utrecht erste-tage-in-utrecht     BENELUX-us-LAAN---das-hilton-ist-ein-dreck-dagegen BENELUX-us-LAAN---das-hilton-ist-ein-dreck-dagegen
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E
oh gott ... des hört se ja richtig stressig u unorganisiert an ... ihr armen!!<br /> somit kanns nur mehr besser werden!!! ;)<br /> kopf hoch u durch ;)<br /> hope so for you ... cu ...
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